Mit jedem Schluck ein Stück Afrika - und ein Stück Zukunft

Das Gründungsteam von Afro Drinks by BAM, Marya und Ben

In unserem aktuellen Start-up-Interview stellen wir euch ein junges Gründungsduo vor, das Genuss, Kultur und soziales Engagement auf beeindruckende Weise verbindet: Ben Aziabou und Marya Kapenda, die Köpfe hinter Afro Drinks by BAM. Was als gemeinsame Vision zweier Studierender begann, ist heute ein leidenschaftliches Projekt, das authentische afrikanische Getränke nach Deutschland bringt und gleichzeitig Kindern und Jugendlichen in Lomé neue Perspektiven eröffnen soll. Warum die beiden den Mut hatten, trotz Studium und Nebenjob zu gründen, welche Herausforderungen sie auf dem Weg gemeistert haben und was ihre Drinks so besonders macht – darüber sprechen wir im heutigen Interview.

Stellt euch als Gründungsteam doch einmal kurz vor. Wer steckt hinter dem Start-up?

Hi, wir sind Ben (Informatikstudent an der TU Dortmund) und Marya (Management & Economics-Studentin an der RUB). Gemeinsam haben wir die Afro Drinks by BAM GmbH gegründet. Uns verbindet die Überzeugung, dass Geschmack Menschen zusammenbringt und als Brücke zwischen Kulturen dienen kann.

Beschreibt eure Gründungsidee:

Unsere Gründungsidee entstand aus dem Wunsch, ein Stück afrikanischer Kultur nach Deutschland zu bringen und damit mehr zu verbinden als nur ein Getränk. Wir möchten authentische afrikanische Getränke hier bekannt machen und gleichzeitig etwas zurückgeben. Ein Teil unserer Gewinne soll den Bau eines Jugendhauses in Lomé ermöglichen – ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche lernen, lachen und einfach Kind sein dürfen. Mit jedem verkauften Drink wollen wir dazu beitragen, Chancen zu schaffen und Hoffnung wachsen zu lassen.

Wie kamt ihr auf den Gedanken, ein Start-up zu gründen?

Wir wollten schon immer etwas Soziales bewegen, hatten aber anfangs nicht die finanziellen Mittel, um ein großes Projekt zu starten. Gleichzeitig haben wir uns immer wieder gefragt, warum man in deutschen Supermärkten kaum authentische afrikanische Getränke findet. Aus dieser Kombination aus sozialem Antrieb und einer Marktlücke, die wir selbst erlebt haben, entstand die Idee, ein Start-up zu gründen: ein Unternehmen, das afrikanische Getränke nach Deutschland bringt – und mit jedem Verkauf etwas Gutes bewirkt.

Wie ließ sich die Gründung mit dem Studium/dem Beruf vereinbaren?

Da wir beide noch studieren und nebenbei arbeiten, ist die Gründung eine echte Herausforderung gewesen – und ist es auch heute noch. Wir jonglieren Vorlesungen, Prüfungen, Arbeitszeiten und die Aufgaben im Start-up gleichzeitig. Das bedeutet oft lange Tage, viel Organisation und die Bereitschaft, auch mal Freizeit einzutauschen. Trotzdem merken wir, dass uns die Idee so sehr begeistert, dass wir diese Extra-Mühe gerne investieren. Unser Studium und unsere Jobs geben uns zusätzlich wichtige Erfahrungen und Sicherheit, während wir unser Start-up Schritt für Schritt aufbauen.

Die WORLDFACTORY bedeutet für uns…

... die erste Anlaufstelle, um eigene Ideen weiterzuentwickeln und die richtige Beratung zu erhalten. Wir würden die WORLDFACTORY allen empfehlen, die gründen möchten.

Was sind die größten Herausforderungen, auf die man stoßen kann und wie geht man damit um?

Zu den größten Herausforderungen gehören Unsicherheit, begrenzte Ressourcen und der ständige Spagat zwischen Studium, Arbeit und Start-up. Man trifft auf bürokratische Hürden, finanzielle Fragen und Momente, in denen Dinge nicht so laufen wie geplant. Entscheidend ist, strukturiert zu bleiben, Prioritäten zu setzen und sich früh ein Netzwerk aus Beratung und Unterstützung aufzubauen. Offen mit Rückschlägen umzugehen und flexibel zu bleiben hilft, diese Phasen zu überstehen und weiterzumachen.

Was ist das Besondere an eurem Start-up?

Das Besondere an unserem Start-up ist die Verbindung aus kulturellem Genuss und sozialem Mehrwert. Wir bringen authentische afrikanische Getränke nach Deutschland und schaffen damit nicht nur neue Geschmackserlebnisse, sondern auch Sichtbarkeit für afrikanische Kultur.

Wo steht ihr aktuell und was kommt als nächstes?

Momentan stehen wir voll in der Vertriebsphase und konzentrieren uns darauf, neue Kunden zu gewinnen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, unsere Bekanntheit, Reichweite und unser Netzwerk auszubauen. Als nächstes wollen wir weitere Getränke auf den Markt bringen, unsere finanziellen Möglichkeiten erweitern und weitere Listungen in klassischen sowie Bio-Supermärkten erreichen.

Euer Tipp an alle Gründungsinteressierten:

Seid mutig, bleibt dran und nutzt jede Gelegenheit, euch Rat und Unterstützung zu holen – eure Idee kann mehr bewegen, als ihr denkt.