Die Atmosphärenmanufaktur

© Angelina Dammert
In unserem monatlichen Start-up-Interview stellen wir Gründungsteams aus dem WORLDFACTORY-Ökosystem vor, die mit innovativen Ideen und ganz viel Herzblut ihre Vision verwirklichen. Diesmal sprechen wir mit dem Team von DAM – Die Atmosphärenmanufaktur, das sich einer oft unterschätzten, aber entscheidenden Größe in der Arbeitswelt widmet: der Atmosphäre am Arbeitsplatz. Mit wissenschaftlicher Fundierung, praktischer Erfahrung und einem starken Teamspirit entwickelt DAM Ansätze, um Arbeitsatmosphären gezielt zu gestalten – für mehr Wohlbefinden, Motivation und einem langfristigen Organisationserfolg. Wie aus Forschung Unternehmertum wird, was sie antreibt und wie sie die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen erzählt uns das Team im Interview.
Stellt euch als Gründungsteam doch einmal kurz vor. Wer steckt hinter dem Start-up?
Wir sind DAM – Die Atmosphärenmanufaktur. Dahinter stecken wir vier: Dr. Christian Julmi, Anna Eifert, Jakob Dammert und Sebastian Wittwer. Uns verbindet, dass wir alle an der FernUniversität in Hagen wissenschaftlich arbeiten und uns seit vielen Jahren mit dem Thema Arbeitsatmosphären beschäftigen. Gemeinsam bringen wir Forschung, Praxiserfahrung und jede Menge Neugier auf neue Wege des Zusammenarbeitens mit.
Beschreibt eure Gründungsidee:
Unsere Idee ist es, Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Arbeitsatmosphären bewusst zu gestalten. Denn wir haben in unserer Forschung herausgefunden, dass die Arbeitsatmosphäre der zweitwichtigste Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers ist – gleich nach dem Gehalt. Eine gute Atmosphäre fördert nicht nur Wohlbefinden, Zufriedenheit und Motivation, sondern steigert auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden und trägt so direkt zum Organisationserfolg bei. Mit DAM machen wir dieses Thema greifbar und entwickeln gemeinsam mit Unternehmen praxisnahe Wege, ihre Arbeitsatmosphäre zu stärken.
Wie kamt ihr auf den Gedanken, ein Start-up zu gründen?
Wir haben im Rahmen unserer Forschung gesehen, wie groß das Interesse am Thema Arbeitsatmosphären ist und wie oft uns Unternehmen auf praktische Umsetzungsmöglichkeiten angesprochen haben. Irgendwann war dann für uns klar, dass das Thema nicht in der Schublade verschwinden darf, sondern das Potenzial für eine eigene Unternehmung hat.
Wie ließ sich die Gründung mit dem Studium/dem Beruf vereinbaren?
Wir sind alle noch beruflich am Lehrstuhl tätig, das heißt: Forschung, Lehre und Gründung liefen (und laufen) parallel. Das war natürlich nicht immer einfach, aber wir konnten unsere wissenschaftliche Arbeit gut mit der Gründungsidee verknüpfen. Dadurch gab es viele Synergien, die uns geholfen haben. Außerdem haben wir im Team flexibel Aufgaben verteilt – so konnte jeder seine Stärken einbringen, ohne dass etwas liegen bleibt.
Die WORLDFACTORY bedeutet für uns…
…eine starke Partnerin auf unserem Weg in die Selbstständigkeit. Hier bekommen wir nicht nur Unterstützung bei ganz praktischen Fragen zur Gründung, sondern auch wertvollen Austausch, Inspiration und ein Netzwerk von Menschen, die ähnliche Wege gehen. Das motiviert und macht Mut.
Was sind die größten Herausforderungen, auf die man stoßen kann und wie geht man damit um?
Eine große Herausforderung ist es, die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Wir wollen unsere Forschung so aufbereiten, dass sie in Unternehmen verständlich, relevant und direkt nutzbar wird. Das braucht manchmal Geduld, Feedbackschleifen und viel Kommunikation. Aber genau das macht uns auch Spaß: Wir lernen ständig dazu und entwickeln uns gemeinsam mit unseren Entwicklungspartner*innen weiter.
Was ist das Besondere an eurem Start-up?
Wir beschäftigen uns mit etwas, das viele zwar spüren, aber selten klar benennen können: die Arbeitsatmosphäre. Sie beeinflusst alles – ob wir uns wohlfühlen, kreativ sind oder effizient zusammenarbeiten. Unser Ansatz kombiniert wissenschaftliche Tiefe mit praktischen Tools. Das macht unser Angebot einzigartig: Wir helfen, Unsichtbares sichtbar und gestaltbar zu machen – und tragen so dazu bei, dass nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigt, sondern auch der Organisationserfolg langfristig gesichert wird.
Wo steht ihr aktuell und was kommt als nächstes?
Wir sind gerade in einem Stadium, in dem wir intensiv an unserem Produkt arbeiten und es Schritt für Schritt konkretisieren. Dafür kooperieren wir mit verschiedenen Organisationen aus ganz unterschiedlichen Branchen, die uns als Entwicklungspartner*innen begleiten. Diese Pilotprojekte liefern uns wertvolle Erfahrungen und helfen uns, unser Produkt praxisnah weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt ist, DAM als feste Marke zu etablieren und noch mehr Organisationen von unserer Idee zu begeistern.
Euer Tipp an alle Gründungsinteressierten:
Einfach machen! Klar, man kann sich in Konzepten und Strategien verlieren – aber am Ende lernt man am meisten, wenn man ins Handeln kommt, was wir gerade in der Zusammenarbeit mit unseren Entwicklungspartner*innen merken. Und: Sucht euch Menschen, mit denen ihr gerne zusammenarbeitet. Das richtige Team ist Gold wert und trägt auch durch schwierige Phasen.
